Abwasserkolloquium Baden-Württemberg

Kommunale Kläranlagen stehen vor grundlegenden Veränderungen: Die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) fordert eine 4. Reinigungsstufe, PFAS-Einträge erfordern neue Überwachungsstrategien, und Wasserknappheit macht Abwasser zur Ressource. Das Abwasserkolloquium des FEI e.V. in Stuttgart bringt einmal jährlich Ingenieure, Kläranlagenbetreiber, Behördenvertreter und Wissenschaftler zusammen um den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu stärken.

Thematischer Hintergrund

Bei dieser Veranstaltung behandelt

  • Wasserwiederverwendung – rechtlicher Rahmen: EU-VO 2020/741 und DWA-M 1200
  • Risikomanagement in der Wasserwiederverwendung (Safe Reuse)
  • Praxisbeispiel: Kläranlage Böblingen-Sindelfingen
  • Wasserwiederverwendung für urbane Bewässerung: mikrobiologische Sicherheit
  • Abwasserverwendung in der Landwirtschaft
  • NQUA: NMR-Quantensensorik für PFAS-Nachweis (Universität Stuttgart)

Abwasserkolloquium 2026

16. Juli 2026

Zum Abwasserkolloquium anmelden

Häufige Fragen

Wer kann am Abwasserkolloquium teilnehmen?

Das Kolloquium richtet sich an Ingenieure, Betreiber kommunaler Kläranlagen, Mitarbeiter von Wasserbehörden, Kommunalvertreter sowie Wissenschaftler und Studierende der Siedlungswasserwirtschaft.

Wo findet das Abwasserkolloquium statt?

Das Abwasserkolloquium findet in Stuttgart statt, in der Regel in der Sparkassenakademie Baden-Württemberg. Es ist damit gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus ganz Baden-Württemberg erreichbar.

Was ist die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL)?

Die Richtlinie (EU) 2024/3019 (KARL) ist seit dem 1. Januar 2025 in Kraft und ersetzt die RL 91/271/EWG. Sie verpflichtet Kläranlagen ab 150.000 Einwohnerwerten zur Einführung einer 4. Reinigungsstufe zur Mikroschadstoff-Entfernung bis 2033.

Was bedeutet Wasserwiederverwendung im kommunalen Kontext?

Wasserwiederverwendung bezeichnet die gezielte Aufbereitung von gereinigtem Abwasser (Klarwasser) für eine erneute Nutzung, beispielsweise zur landwirtschaftlichen Bewässerung oder zur Bewässerung von Grünanlagen. Die EU-Verordnung 2020/741 regelt seit 2023 die Mindestanforderungen.

Wie kann ich mich für das Abwasserkolloquium anmelden?

Die Anmeldung erfolgt über unser Online-Ticketsystem auf tickets.feiev.de. Die genauen Termine und Programminformationen finden Sie auf der jeweiligen Veranstaltungsseite.

Welche Rolle spielt PFAS bei der Abwasserbehandlung?

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind persistente Schadstoffe die in kommunalen Kläranlagen nur unzureichend eliminiert werden. Neue EU-Grenzwerte (ab Januar 2026: 0,10 µg/L für Einzel-PFAS im Trinkwasser) erhöhen den Druck auf Kläranlagenbetreiber zur Aufrüstung ihrer Reinigungsstufen.

Wer veranstaltet das Abwasserkolloquium?

Das Abwasserkolloquium wird vom FEI e.V. (Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Industrie- und Siedlungswasserwirtschaft sowie Abfallwirtschaft) in Kooperation mit dem Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart veranstaltet.